Auf dem Wochenmarkt gekaufte Ziegen werden auf einem Pickup ins Dorf transportiert
Ankauf auf dem MarktANKAUF
Eine Witwe hält ihr neu erhaltenes Zicklein vor ihrer Hütte
Übergabe an eine WitweÜBERGABE
Frauengemeinschaft in Ngora mit den verteilten Ziegen
Die Frauen von NgoraGEMEINSCHAFT

Projektbeschreibung

Viele Frauen müssen sich allein um die Ernährung ihrer oft noch kleinen Kinder kümmern. Besonders hart trifft es Witwen: Unterstützung jeglicher Art gibt es in Uganda nicht, und so sind diese Frauen mit ihren Kindern ausschließlich auf sich gestellt.

Dazu sollte man wissen, dass auf dem Land Ziegen und Hühner der lokalen Währung gleichgestellt sind. Bargeld gibt es in den ländlichen Regionen kaum, und so wird manches Geschäft in Uganda mit der Anzahl von Hühnern oder Ziegen abgeschlossen. Eine Ziege ist damit nicht nur Nahrung, sondern Vermögen.

Projektstatus

Seit dem Beginn des Projekts im Jahr 2015 konnten über 700 Ziegen an bedürftige Witwen und Waisenkinder in Lwala und Ngora vergeben werden.

2023 wurde das Projekt auf Waisenkinder erweitert. Viele der Kinder, die wir unterstützen, bekamen von ihren Paten aus Deutschland eine Ziege zu Weihnachten geschenkt — allein in diesem Jahr waren es 18 Kinder.

Was mit ein paar Ziegen begann, ist zu einem großen Projekt geworden, und so wurde es Zeit, ein weiteres Ziegenprojekt in der Gemeinde Ngora zu gründen. Bei der Ankunft der Helfer wurden diese begeistert von der örtlichen Frauengemeinschaft und von ihren Patenkindern begrüßt.

Registrierte Witwen bei der ZiegenverteilungEine Empfängerin mit ihrer ZiegeDie Dorfgemeinschaft bei der Übergabe der Ziegen

Hintergrund des Projektes

Ziegen und Hühner sind auf dem Land dem Bargeld gleichgestellt — in ländlichen Regionen gibt es kaum Bargeld, und manches Geschäft wird in Uganda mit der Anzahl von Tieren abgeschlossen. Eine Ziege ist damit nicht nur Nahrung, sondern Vermögen.

Für eine Witwe ohne jede staatliche Absicherung bedeutet das den Unterschied zwischen völliger Abhängigkeit und einer eigenen Grundlage.

Umsetzung

Von den Spendengeldern werden junge weibliche Ziegen bei örtlichen Bauern gekauft — das schafft zugleich eine Einnahmequelle in der Region.

Jede registrierte Witwe erhält eine Ziege geschenkt. Als Gegenleistung bringt sie das erstgeborene weibliche Zicklein zurück ins Projekt, das dann an eine weitere bedürftige Person weitergegeben wird. So schließt sich der Kreis nie.

Vergabe, Kontrolle und Rückgabe werden von unseren ehrenamtlichen Helfern vor Ort begleitet.

Mitmachen & Unterstützen

Jede Spende wird unmittelbar in Tiere umgesetzt und wirkt über Generationen von Zicklein weiter. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet alle Wege unter Mitmachen & Spenden.

Danksagung

Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt seit 2015 tragen — und den Frauen in Lwala und Ngora, die es mit großer Sorgfalt am Leben halten.