Brillengeschichten

Brillengeschichten

Eine gebrauchte Brille aus einer deutschen Schublade ist in Uganda ein wertvolles Gut. Bei einem Einkommen von rund einem Euro pro Tag ist eine Sehhilfe Luxus, und der Weg zum nächsten Optiker kann 100 Kilometer und mehr betragen. Auf den Märkten gibt es Brillen ohne Angabe von Dioptrien, oft mit verdreckten Gläsern — die Leute probieren so lange, bis eine Brille irgendwie zu ihrer Sehschwäche passt.

Bei Kindern führen unerkannte Sehstörungen fast zwangsläufig zu Schulversagen, bei Erwachsenen zu Arbeitslosigkeit und Armut.

Wie unser Brillenprojekt arbeitet

Gemeinsam mit Brillen ohne Grenzen aus dem saarländischen Oberkirchen sammeln wir gebrauchte Brillen. Dort werden sie gereinigt, die Dioptrien bestimmt, die Gestelle repariert und neu verpackt. Anschließend nehmen unsere Helfer sie persönlich mit oder wir schicken sie in Paketen nach Uganda, wo ein Team im Health Center des Lwala-Hospitals die Brillen verteilt.

Rund 2.300 Brillen — zunächst vor allem Lesebrillen — sind auf diesem Weg bereits verteilt worden. 2024 haben wir in Apapai zusätzlich eine Brillenstation gebaut.

Und manchmal ist es mehr als nur eine Brille

Hinter mancher Spende steht eine Geschichte, die weit über das Objekt hinausgeht. Eine davon hat uns besonders bewegt: Lisas Brille.

Sie möchten helfen? Gebrauchte Brillen nehmen alle Mitglieder von Apwoyo e. V. entgegen, ebenso Bücher Volk in Saarburg. Und mit 50 Euro für die Versandkosten eines Fünf-Kilo-Pakets ermöglichen Sie rund 150 Menschen eine Brille — mehr dazu unter Mitmachen & Spenden.